31. August 2018
23. März 2018
Warnungen vor neuer Schuldenkrise in der Entwicklungswelt
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7. September 2016
Gipfelnachlese: Schuldenkrisen wieder Thema
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4. März 2016
Argentinien: Sieg der Geier?
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10. Februar 2016
Lagarde zur Ukraine
Siehe auch >>> Ukraine: Schuldenschnitt mit geopolitischem Anstrich
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24. November 2015
Das Risiko neuer Schuldenkrisen
| Externe Verschuldung in Mrd. Dollar, 1980-2013 |
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13. November 2015
Staateninsolvenz: Jetzt nur noch das System aufbauen
Gastblog von Joseph Stiglitz und Martin Guzman
... die Fortsetzung des Kommentars findet sich >>> hier.
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9. Oktober 2015
Neue Krisengefahren: Emerging Hotspots
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Labels: Finanzmärkte, IWF, Schwellenländer, Verschuldung
9. September 2015
Gestern Argentinien, heute Griechenland, morgen Frankreich?
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28. August 2015
Ukraine: Schuldenschnitt mit geopolitischem Anstrich
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22. Juli 2015
Crazy Finance: Heuchlerische Hilfe
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30. April 2015
Mehr Fairness im Schuldenmanagement: UNCTAD stellt Roadmap vor
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15. Januar 2015
Griechenland: Keine Angst vor dem Schuldenschnitt!
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31. August 2014
UN-Gipfel zu Kleinen Inselstaaten: Gebeutelt durch Klimawandel und Verschuldung
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) wird deshalb auf dem Gipfel einen Vorschlag des Karibischen Entschuldungsnetzwerks und von erlassjahr.de zur Entschuldung Kleiner Inselentwicklungsstaaten vorstellen.
Zusammen mit Partnern des Karibischen Entschuldungsnetzwerks – wo die meisten kritisch verschuldeten SIDS liegen – hat erlassjahr.de deshalb einen Vorschlag für eine Entschuldungsinitiative für Kleine Inselentwicklungsstaaten erarbeitet. Der Vorschlag sieht unabhängige Begutachtung der verschuldeten Länder sowie eine von Gläubigern und Schuldnern unabhängige Entscheidung über Schuldenstreckung oder -streichung im Einzelfall vor. Die Entschuldung der ärmsten Länder in der sog. HIPC-Initiative nach dem Kölner G8-Gipfel 1999 habe gezeigt, dass eine gezielte Entschuldung für einen begrenzten Kreis von Staaten große Entwicklungsfortschritte ermöglichen kann, so die Kampagne.
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28. Mai 2014
Pariser Club: Argentinien verweigert sich dem IWF
Damit verweigern die Mitglieder des Pariser Clubs Argentinien ein Entgegenkommen, wie es anderen Staaten gewährt werden kann. Grund dafür ist, dass sich das Land keinem IWF-Programm unterwirft. Das aber ist eine Kondition des informellen Gläubigerkartells für die Gewährung von Schuldenerleichterungen. Allerdings hat Argentinien gute Gründe, sich den Internationalen Währungsfonds vom Leib zu halten: Dessen Politik in den 1990er Jahren war eine der Hauptursachen für den Zusammenbruch der argentinischen Wirtschaft.
Argentinien ist in einer schwachen Verhandlungsposition. Die Devisenreserven des Landes haben sich seit 2011 etwa halbiert. Die Inflation steigt, und die sozialen Spannungen im Land nehmen zu. Die Regierung ist gezwungen, sich mit den Gläubigerregierungen zu einigen, um wieder Zugang zum Kapitalmarkt zu bekommen. Andernfalls droht erneut die Zahlungsunfähigkeit. Für Jürgen Kaiser, den Koordinator von erlassjahr.de hat Argentinien den Fehler gemacht, in den guten Zeiten vor der globalen Finanzkrise keine Übereinkunft mit den verbliebenen Gläubigern zu suchen. Gleichzeitig kritisiert er, dass die im Pariser Club zusammengeschlossenen Gläubigerregierungen nicht bereit sind, im Sinne der Gleichbehandlung ähnliche Abstriche hinzunehmen, wie es der Privatsektor bereits getan hat. Die Willkür, mit der der Pariser Club Schuldenerleichterungen gewährt oder nicht gewährt, zeige einmal mehr, wie dringend ein rechtsstaatliches Schuldenverfahren benötigt wird, bei dem die Gläubiger sich nicht zu Richtern in eigener Sache aufschwingen können.
* Eine Fachinformation von erlassjahr.de zum Thema „Argentinien und der Pariser Club im Frühjahr 2014“ findet sich >>> hier.
* Kurz nach Erscheinen dieses Eintrags kam es doch noch zu einer Einigung. Eine Bewertung des Deals findet sich >>> hier.
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30. August 2013
Norwegisches Schuldenaudit setzt Massstaebe
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28. August 2013
Geier gegen Argentinien: Konsequenzen für Entwicklungswelt
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5. März 2010
Schuldenrückzahlung: Isländer, sagt Nein!
Morgen, am 6. März, entscheiden die Isländer in einem Referendum über die Umsetzung eines im letzten Jahr mit den Regierungen der Niederlande und Großbritanniens ausgehandelten Rückzahlungsplans über Schulden der Icesave-Bank in Höhe von 3,9 Mrd. €. Regierungen der beiden EU-Länder hatten ihre Sparer aus eigenen Mitteln entschädigt und fordern nun die Rückzahlung von Island. Doch die Isländer werden voraussichtlich Nein zur Rückzahlung dieser Schulden sagen. Jedenfalls sagen dies in Umfragen drei von vier Befragten. Und das zu Recht!
Nach Angaben der deutschen erlassjahr.de-Kampagne werden Islands gesamte Auslandsschulden auf bis zu 900% seines jährlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) geschätzt. Als kritisch gelten für multilaterale Institutionen wie die Weltbank, den IWF oder die EU bereits die Werte zwischen 40% und 80% des BIP. Vor diesem Hintergrund ist eine Streckung der Verbindlichkeiten ebenso sinnlos wie ihre kontinuierliche Refinanzierung durch neue Kreditaufnahmen. Für Jürgen Kaiser, politischer Koordinator von erlassjahr.de liegt „die Schuld für Islands Zahlungsunfähigkeit nicht nur bei den Isländern, sondern auch bei denjenigen, die in der Erwartung exorbitanter Renditen bei fragwürdigen Sicherheiten ihr Kapital nur allzu bereitwillig zur Verfügung gestellt haben.“
In dieser Situation braucht es dringender denn je ein faires und transparentes Verfahren, in dem alle Ansprüche und Interessen in einem Schuldenstreit auf den Tisch kommen. Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die Schaffung eines internationalen Insolvenzverfahrens zu einem politischen Ziel erhoben – eines des wenigen begrüßenswerten Vorhaben. Jetzt wäre es an der Zeit, auch angesichts der noch ausstehenden Forderungen deutscher Banken an Island (mehr als 22 Mrd. €), der Ankündigung eine konkrete Initiative für ein unparteiisches und faires Verfahren folgen zu lassen.
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2. Februar 2010
Haitis Auslandsschulden: Wie geht es weiter?
Gastkommentar von Jürgen Kaiser
Als am 12. Januar das Erdbeben Haiti erschütterte und über 100.000 Menschen tötete, lag die "Entschuldung" des Halbinselstaates unter der HIPC-Initiative gerade mal ein halbes Jahr zurück. Am 1.7.2009 wurden Haiti 1,2 Mrd. US-Dollar Zahlungsverpflichtungen erlassen. Nach der Streichung verblieben aber immerhin noch Auslandsschulden im Umfang von 1,051 Mrd. US-Dollar (s. Tabelle).
Die Auslandsverschuldung ist nicht irgendeines von Haitis zahlreichen Problemen. Vielmehr stand die Belastung durch den Schuldendienst am Beginn der staatlichen Existenz. 1825 setzte die ehemalige Kolonialmacht Frankreich durch, dass ehemalige Plantagenbesitzer mit insgesamt 90 Mio. Goldfranken (nach heutigem Wert etwa 17 Mrd. €) entschädigt werden mussten. Schon zehn Jahre später musste Haiti erste Kredite in der Londoner City aufnehmen, um weiter an Frankreich zahlen zu können. Seinen Zahlungsverpflichtungen konnte das Land – wenn überhaupt – nur durch eine dramatische Überausbeutung der natürlichen Ressourcen nachkommen. Nach 200 Jahren erzwungener Weltmarktintegration sind Haitis Ökosysteme heute in einem beispiellosen Umfang zerstört.
Auf diesem Hintergrund hat die Befreiung von anhaltender und unbezahlbarer Auslandsverschuldung in Haiti einen noch höheren Stellenwert als in anderen armen Ländern. Umso bemerkenswerter war, dass der Direktor des IWF, Dominique Strauss-Kahn, am 20. Januar einen weitgehenden Schuldenerlass für Haiti ankündigte:
„Das Wichtigste ist, dass der IWF nun mit allen Gläubigern zusammenarbeitet, um sämtliche Schulden zu beseitigen, einschließlich unseres eigenen (neuen) Kredits. Wenn wir das schaffen – und ich bin sicher, dass wir es schaffen werden - wird selbst dieser Kredit sich in einen verlorenen Zuschuss verwandeln, denn dann werden alle Schulden gestrichen sein.“
Dieser Vorstoß ging über die von anderen Gläubigern rasch ausgesprochenen Moratorien für Haiti hinaus und zeigte die Bereitschaft, dem Land tatsächlich einen schuldenfreien Neuanfang zu ermöglichen. Weiter ging nur Venezuela, das die verbliebenen haitianischen Schulden für gestrichen erklärte. Auch Taiwan erklärte seine grundsätzliche Bereitschaft zum Verzicht.
Auf seiner regulären Sitzung am 27. Januar hätte das Exekutivdirektorium des IWF die Ankündigung des Direktors zumindest in einen Grundsatzbeschluss übersetzen müssen. Das ist nicht geschehen. Vielmehr hat der Vorstand 102 Mio US-Dollar Nothilfe, d.h. neue Schulden, bewilligt. Dass der Fonds die von den Medien und der internationalen Öffentlichkeit stark wahrgenommene und gelobte Initiative des Direktors einfach ignorieren würde, hat vor allem die überrascht, die Strauss-Kahn eigentlich für einen starken Direktor halten.
Die Option einer symbolkräftigen Entschuldung unter dem unmittelbaren Eindruck der Katastrophe steht jetzt nicht mehr auf der Tagesordnung. Die von den Gläubigern vielfach beschworene Betroffenheit der ganzen Welt hat für ein starkes Statement des IWF-Direktors gereicht. Für eine tatsächliche Schuldenstreichung unter Außerachtlassung der ohnehin fragwürdigen Regeln von HIPC/MDRI reichte sie nicht.
Die gute Nachricht dabei ist, dass Haiti, was Verschuldung angeht, Zeit gewonnen hat: Abgesehen von jeweils 900.000 US-Dollar auf seine IWF-Altschulden werden alle Schuldendienstzahlungen 2010/2011 absehbar gestrichen oder ausgesetzt. Und selbst für diese Zahlungen einen Sponsor unter den reichen IWF-Mitgliedern zu finden, dürfte nicht allzu schwierig sein.
Denkbar wäre auf diesem Hintergrund dann ein Verfahren, welches nach einem zinsfreien Moratorium eine Internationale Schuldenkonferenz unter dem Vorsitz der UNO einberuft. Diese würde - etwa im Januar 2012 - eine Bestandsaufnahme der haitianischen Zahlungsverpflichtungen vorlegen und verbindlich darüber befinden, welche Schulden gezahlt werden sollten und welche nicht. Das Ergebnis würde kaum von einer vollständigen Schuldenstreichung abweichen. Der Unterschied läge im Prinzip: Nicht die Gläubiger würden einsichtsvoll zugestehen, dass bestimmte Forderungen einfach nicht mehr eintreibbar sind. Vielmehr würde dann eine unparteiische Instanz darüber befinden, welche Schulden der Staat Haiti bezahlen kann und sollte, ohne seine Verpflichtungen gegenüber seinen Bürgern zu vernachlässigen.
Jürgen Kaiser ist Koordinator der Kampagne erlassjahr.de.
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27. September 2008
Rechtzeitig zur Finanzkrise: Let’s make money!
Nach „We Feed the World“, der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel hat der Filmemacher Erwin Wagenhofer einen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm für das Kino gedreht: In „Let’s make MONEY“ folgt er den Spuren des Geldes im weltweiten Finanzsystem. Dabei blickt er hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern und folgt dem Geld, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und dabei selbst arm bleiben. Er zeigt uns gefeierte Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs neue anlegen und Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen - zumindest solange Löhne und Steuern niedrig sind und die Umwelt egal ist.
Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems und auch einige Zwischenstationen, wie z.B. Jersey. Steueroasen, wie diese, werden von Konzernen und Reichen genutzt, um Steuern zu sparen - die Politik hat dies bislang nicht verhindert. Im Gegenteil, seit den 1970er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es geht dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen. So konnten der Internationale Währungsfonds sowie die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnete neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen Dritten Welt. Wir alle sind davon betroffen. Sobald wir ein Konto eröffnen, klinken wir uns in die weltweiten Finanzmärkte ein – ob wir wollen oder nicht. Was genau mit unserem Geld passiert, wer weiß das schon!? Die meisten interessiert es nicht einmal und folgen dem Lockruf der Banken: „Lassen Sie ihr Geld arbeiten!“ „Was wir erleben, ist keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen“, sagt Regisseur Wagenhofer.
Filmstart Deutschland: 30. Oktober 2008
Filmstart Österreich: 31. Oktober 2008
Let's make MONEY - offizieller Trailer zum Film
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Labels: Finanzmärkte, IWF, Verschuldung, Weltbank







