30. April 2015
24. April 2015
Griechisches Drama: Mehr als Bad Economics
Doch eben dieselbe Financial Times wartet derzeit immer wieder mit Beiträgen auf, die sich wohltuend von der deutschen Griechenlandhetze abheben. So wies am letzten Montag Wolfgang Münchau darauf hin, dass ein griechischer Default, also die Erklärung der Zahlungsunfähigkeit, nicht unbedingt identisch mit einem Grexit aus dem Euro sein muss. Denn nirgendwo in den so oft zitierten „Verträgen“ steht geschrieben, dass ein zahlungsunfähiges Mitglied den Euro verlassen muss (>>> A Greek default is necessary but Grexit is not). FT-Chefökonom Martin Wolf zählte am Mittwoch noch einmal die diversen Mythen auf, die jeden Verhandlungsfortschritt blockieren (>>> Mythology that blocks progress in Greece). Dazu gehören die in jüngster Zeit vor allem in Deutschland kultivierten Behauptungen, ein Grexit würde der Eurozone und Griechenland gleichermaßen helfen; aber auch die hartnäckigen Behauptungen des Stammtischs, alles sei Griechenlands Fehler, und das Land hätte bisher noch nichts getan. Heute schließlich warnt die FT-Finanzkorrespondentin in Washington, Gillian Tett, in der gewohnt eloquenten Art vor den unkalkulierbaren Konsequenzen eines Grexit für das globale Finanzsystem (>>> America fears a European sequel to Lehman). Auch in Bezug auf die Lehman-Pleite argumentierten viele, die Konsequenzen seien bereits „eingepreist“ und die Institutionen hätten alles unter Kontrolle. Doch bis heute sitzt das Erdbeben, das folgte, vielen Amerikanern in den Knochen. Wenn den Europäern die Erfahrung eines solchen Lehman-Moments fehlt – die Pleite Griechenlands könnte es ändern.
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17. April 2015
IWF-Treffen in Washington: G24-Finanzminister pro Staateninsolvenz bei der UNO; Lagarde gegen Zahlungsaufschub fuer Griechenland
Hinzu kommt, dass allein die Existenz eines geordneten Insolvenzverfahrens viel Druck von den Schuldnern, wie wir ihn jetzt wieder am Beispiel Griechenland erleben, nehmen könnte, da es ein faires Gleichgewicht zwischen Gläubigern und Schuldnern herstellen würde. Auch die Verweigerung von Zahlungsaufschüben, wie dieser Tage von IWF-Chefin Lagarde gegenüber Griechenland mit Aplomb in Szene gesetzt, würden schwieriger, wenn ein Insolvenzverfahren bevor steht, in dem Schuldner und Gläubiger sich auf Augenhöhe begegnen. Wie der derzeitige Griechenland-Poker zeigt, sind die Schuldner ihren Gläubigern ohne ein solches Verfahren auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
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Gewerkschaften contra IWF: Scheinheilig in Sachen Ungleichheit
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| IWF-Chefin Christine Lagarde |
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Banal bis bemerkenswert: Durchwachsene Beobachtungen in Washington
| Logo der Frühjahrstagung mit Weltbankchef Jim Kim |
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15. April 2015
IWF/Weltbank-Treffen in Washington: Divergierende Botschaften?
Tatsächlich entspricht das derzeitige Wachstum von 3,5% (Prognose für 2015) dem langfristigen Durchschnitt, und nur diejenigen, die nach dem tiefen Konjunktureinbruch im Gefolge der Finanzkrise einen wesentlich stärkeren Rebound erwartet hatten, dürften eigentlich enttäuscht sein. Die Ausschläge, mit denen Prognosen oder auch reale Wachstumsraten nach unten oder oben korrigiert werden, nehmen deutlich ab, was Verschiebungen zwischen den einzelnen Gruppierungen der Weltwirtschaft nicht ausschließt. So hob der ebenfalls vor der Frühjahrstagung veröffentlichte TIGER-Index der Brookings Institution und der Financial Times den Stop-and-go-Charakter der weltwirtschaftlichen Erholung hervor und betonte, dass die mäßig verbesserten Wachstumsaussichten der Industrieländer derzeit durch die Verlangsamung des Wachstums in den Schwellenländern kompensiert werden. Dennoch sind die Aussichten der Schwellenländer immer noch rund doppelt so gut wie in den Industrieländern.
Während die derzeitigen Weltkonjunktur-Analysen also wenig aufregend Neues zu bieten haben, sind die politischen Botschaften und Ratschläge der Bretton-Woods-Zwillinge schon problematischer. So rief die IWF-Chefin die Industrieländer jetzt zum wiederholten Male dazu auf, die schleppende Nachfrage zu stärken. Gleichzeitig plädiert der Fonds aber immer wieder zur „fiskalischen Konsolidierung“ bzw. zum Abbau der öffentlichen Überschuldung, die im Zuge der Rettung der Finanzsysteme entstanden ist. Und dort, wo der IWF als Gläubiger selbst über die politische Macht verfügt, zögert er nicht mit der Durchsetzung von Austeritätspolitik (s. – nicht nur – Griechenland!), die nun wirklich nicht zur Belebung der Nachfrage beitragen. Gleichzeitig gefällt sich Weltbank-Präsident Jim Yong Kim mit wortgewaltigen Ankündigungen, etwa einer neuen Strategie zur Beendung der extremen Armut in der Welt bis 2030 – dabei ist noch nicht einmal die Post-2015-Entwicklungsstrategie in trockenen Tüchern. Ironischerweise bezieht der Chef der Weltbank dabei (im Unterschied zur US-Regierung) vorsorglich auch die neuen Entwicklungsinstitutionen – etwa die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) und die Neue Entwicklungsbank der BRICS-Staaten – als erwünschte Kooperationspartner mit ein, die derzeit als veritable Alternative zu der überkommenen Bretton-Woods-Architektur im Entstehen sind (>>> Streit um AIIB).
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11. April 2015
Amerika-Gipfel: Tauwetter mit Kuba und Eiszeit mit Venezuela?
Und so offerierte Obama den südlichen Nachbarn letztes Jahr ein überraschendes Weihnachtsgeschenk. Nach mehr als einem halben Jahrhundert der Aggression gegen Kuba begann er mit der Normalisierung der Beziehungen. Willkommen doch noch im 21. Jahrhundert! Obwohl die Republikanischen Kreuzritter und Neoliberalen den Prozess unvermeidlicherweise im Kongress verzögern würden, drückte das Weiße Haus öffentlich seine Hoffnung aus, dass er noch vor dem Gipfel am 10. April in beiden Ländern mindestens Botschaften geben würde. Doch was der Herr mit der einen Hand gibt, nimmt er mit der anderen: Am 9. März erklärte das Weiße Haus einen „nationalen Ausnahmezustand“ aufgrund der „außerordentlichen Bedrohung der nationalen Sicherheit“ durch Venezuela. Die Obama-Administration versuchte zwar, diese Sprache als eine bloße Formalität zu verharmlosen, aber die Welt weiß, dass solche verbalen Drohungen und die begleitenden Sanktionen für das betreffende Land ziemlich schädlich sein können – in der Vergangenheit folgten manchmal sogar militärische Aktionen auf dem Fuße.
Besonders bedenklich ist, dass Alex Lee vom State Department auf einem Hearing des US-Senats am 17. März erklärte, dass die gegenwärtigen Sanktionen nur ein „erster Warnschuss“ gegen Venezuela sind. Natürlich weiß die restliche Welt, dass diese Sanktionen nichts mit angeblichen Menschenrechtsverletzungen in Venezuela zu tun haben. Zwischen 2000 und 2010 ermordete das kolumbianische Militär über 5700 unschuldige Zivilisten; und die US-Regierung stellte dennoch weiterhin Milliarden Dollar an Militär- und Polizeihilfe zur Verfügung. In Honduras unternahm die Obama-Administration zahllose Schritte, um den Militärputsch gegen die demokratisch gewählte Regierung Mel Lelaya von 2009 abzusichern. Und in Mexiko verschwanden 43 Studenten während sechs Monaten unter Mithilfe der lokalen Behörden und Polizei, und möglicherweise auch der Bundespolizei und der Bundesregierung. Doch die US-Regierung erschien keineswegs besorgt zu sein und wird nicht einmal die Reduzierung der Militärhilfe an Mexiko erwägen.
Was durch die Sanktionen ebenfalls klar wird: Obamas Öffnung gegenüber Kuba stellt keinerlei Wandel in der Gesamtstrategie Washingtons gegenüber der Region dar. Die Absicht der Verstärkung von Handels- und diplomatischen Beziehungen zu Kuba ist vor allem Ausdruck des Versuchs, die kubanische Regierung – und aller anderen linken Regierungen der Region – effektiver zu unterminieren. Dazu gehört auch Brasilien, wo das State Department 2005, wie US-Regierungsdokumente belegen, Anstrengungen finanzierte, um die Regierung der Arbeiterpartei (PT) zu schwächen.
Vertreter Brasilien, Mexikos, Kolumbiens, Argentiniens und fast aller amerikanischen Staaten sprachen sich am letzten Donnerstag bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gegen die Sanktionen aus. Die Union der Südamerikanischen Staaten verlangte ihre Aufhebung. Ebenso die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Nationen, der alle Länder der Hemisphäre außer den USA und Kanada angehören. Und am 26. März schickte der oppositionelle Gouverneur des Staates Lara von Venezuela einen Brief an Präsident Obama, in dem er ihn bat, „einen Moment seiner Zeit zu nutzen, um die Stimme des Volkes von Venezuela und des restlichen Lateinamerikas zuzuhören, die sich dafür ausgesprochen haben, die von Ihnen unterschriebene Anordnung rückgängig zu machen“.
Auch die kubanische Regierung antwortete kraftvoll und dämpfte Obamas Hoffnung auf einen Deal vor dem Amerika-Gipfel. Die Verhandlungen in Havanna wurden am 16. März abrupt unterbrochen, so dass Obama nun mit leeren Händen zum Gipfel nach Panama kommt. – Diese Sanktionen gegen Venezuela verletzen die Charta der Organisation Amerikanischer Staaten, wo es in Artikel 19 und 20 heißt: „No State or group of States has the right to intervene, directly or indirectly, for any reason whatever, in the internal or external affairs of any other State. The foregoing principle prohibits not only armed force but also any other form of interference or attempted threat against the personality of the State or against its political, economic, and cultural elements.”
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Yanis Varoufakis und Joseph Stiglitz in der Diskussion
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2. April 2015
IFC-Risikoprojekte verletzen Menschenrechte
Anlässlich des heutigen IFC Board Meetings fordern Oxfam und urgewald, die IFC müsse ihre Investitionen in Hochrisikoprojekte, die über die private Finanzwirtschaft abgewickelt werden, einstellen, bis ein wirksames Risikomanagement etabliert ist. Die IFC wickelt mittlerweile 62% ihres Investitionsportfolios über Partner wie Banken und Private Equity Fonds ab. 36 Mrd. US-Dollar wurden auf diese Weise in den Jahren 2009 bis 2013 als Darlehen vergeben. Diese Summe übersteigt um 50% die Ausgaben der gesamten Weltbankgruppe im Gesundheitsbereich und beträgt das Dreifache der Ausgaben im Bildungssektor im gleichen Zeitraum. Dabei gibt es erhebliche Transparenz-Defizite bei den Geschäften mit der privaten Finanzwirtschaft: Für 94% der Investitionen, die die IFC in diesem Bereich selbst als Hochrisiko-Projekte klassifiziert, liegen für die vergangenen drei Jahre (seit 2012) keine öffentlichen Informationen über den Verbleib der Finanzmittel vor. Dies gewinnt zusätzliche Brisanz durch die Pläne der IFC, ihre Darlehen in fragile und von Konflikten betroffene Staaten um 50% zu erhöhen.
Ein Beispiel für die intransparente und menschenrechtsfeindliche Finanzierungspraxis: Im Jahr 2008 investierte die IFC 100 Mio. US-Dollar in den Indischen Infrastrukturfonds. Dieser wiederum investierte einen Teil des Geldes in ein 1.400-MW-Kraftwerk der GMR Kamalanga Energy Limited (GKEL) im indischen Bundesstaat Odisha. Im Zuge des Projektes verloren knapp 1.300 Familien ungefähr 486 ha (1.200 acres) bewässertes Ackerland, obwohl ein Gesetz in Odisha die Umnutzung von Ackerland in industriell genutztes Land verbietet. Darüber hinaus erwarb das Unternehmen knapp 32 ha (78 acres) Wald, ohne die Landrechte der Gemeinden vor Ort zu respektieren, was eine Verletzung des Waldrechtgesetzes von 2006 darstellt. Familien wurden gezwungen, ihr Land zu einem Preis zu verkaufen, der durchschnittlich 1.600 US-Dollar/acre unterhalb dessen lag, was man in den drei Jahren vor dem Start des Projekts für diese Fläche erhalten hätte. Dem Bericht zufolge hat das GKEL-Projekt den Anteil der Haushalte ohne Landbesitz in dem Gebiet um rund 23 Prozent erhöht. Zwei Basisorganisationen aus den betroffenen Gemeinden haben bei der Ombudsstelle der IFC eine Beschwerde eingereicht, in der sie kritisieren, dass es keine öffentlichen Anhörungen gegeben habe, obwohl dies bei Landerwerb zwingend vorgeschrieben sei. Zudem seien keinerlei Projektinformationen inklusive Sozial- und Umweltverträglichkeitsprüfungen öffentlich verfügbar.
Fazit: Das GKEL-Projekt hat die ärmlichen Lebensbedingungen der Gemeinden, die bereits von hoher Umweltverschmutzung betroffen sind, nicht verbessert sondern verschärft. Ähnliche Schlüsse lassen sich auch aus den anderen Fallstudien des Recherche-Berichts ziehen: Projekte in Guatemala, Honduras, Kambodscha oder Laos haben das Leid der Menschen erhöht, statt es zu mindern.
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23. März 2015
Schuldenpoker gegen Griechenland: Schlimmer als der IWF erlaubt
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Labels: EU, EZB, Griechenland, IWF
20. März 2015
Streit um AIIB: Ein weiterer Baustein gegen Bretton-Woods
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25. Februar 2015
Nach dem Deal ist vor dem Deal: Griechenland im permanenten Verhandlungsmodus
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Labels: Eurogruppe, Griechenland, IWF
24. Februar 2015
Griechischer Brief an die Eurogruppe
Nach der grundsätzlichen Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern am letzten Freitag fehlte noch der vereinbarte Brief der griechischen Regierung mit ihrem Reformplan. Hier ist er: >>> hier.
Eine Bewertung dieses ersten Deals der Syriza-Regierung mit ihren Gläubigern folgt in Kürze.
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16. Februar 2015
Griechenland: Showdown, Crash oder Weiterverhandeln?
Die zweite Möglichkeit wäre ein Überbrückungskredit, wie ihn der griechische Finanzminister fordert, um Spielraum zu schaffen zur Aushandlung eines neuen Vertrags zwischen Griechenland und seinen Gläubigern. Auch das ist unwahrscheinlich, denn damit würden die Gläubiger die von ihnen verordnete Austeritätspolitik nicht mehr als gesetzt ansehen können, sondern alles müsste neu verhandelt werden, wie es die griechische Regierung ja will. Das ist das, was vor allem Deutschland aus ideologischen Gründen nicht will, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Die dritte Möglichkeit ist dennoch, dass das derzeitige Programm Ende Februar ausläuft und die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern trotzdem weiterlaufen. (Rational ist es ohnehin nicht zu verstehen, warum von Griechenland verlangt wird, ein ohnehin auslaufendes Programm, das die Mehrheit der Bevölkerung ablehnt, zu verlängern.)
Die dritte Möglichkeit hätte den Vorteil, dass Griechenland an das alte Programm nicht mehr gebunden wäre und ein eigenes Reformprogramm entwickeln könnte; der Nachteil bestünde jedoch darin, dass dann über dem Land das Damoklesschwert der Zahlungsfähigkeit hinge und eine Staatspleite in gefährliche Nähe rückte. Die dann eintretende Situation ist jedoch nicht so aussichtslos, wie sie aussieht. Die Gläubiger könnten aus berechtigter Sorge vor einem „Grexit“ sich doch noch zu einem Überbrückungskredit bereitfinden und von der gescheiterten Politik der letzten fünf Jahre abrücken. Wenn sie sich weiter stur stellen, müsste Griechenland nicht vollständig aus dem Euro austreten (die europäischen Verträge sehen dies ohnehin ebenso wenig vor wie einen Ausschluss, über den viele schwafeln); es könnte vielmehr eine Parallelwährung in Form staatlicher Schuldscheine einführen, mit denen Renten und andere staatliche Leistungen bezahlt werden, und die Zahlungsunfähigkeit nur gegenüber den öffentlichen Gläubigern erklären. Nur im schlechtesten denkbaren Szenario – einem Unfall gleichsam – käme es zu einem „Grexit“. Dieser ist zwar nicht wünschenswert, wäre aber immer noch besser als eine Fortsetzung der bisherigen, gescheiterten Politik.
Übrigens: Im Schuldenkrisenmanagement ist nichts unmöglich, auch nicht eine Streichung der Schulden beim IWF, was selbst Syriza nicht will. Es muss nur der politische Wille vorhanden sein. Beispiel: Die Schuldenerleichterung für die am meisten verschuldeten ärmsten Länder (HIPC) vor über zehn Jahren. Jahrelang hatten die Vertreter des Gläubiger-Establishments damit argumentiert, die Schulden bei den multilateralen Institutionen könnten nicht erlassen werden. Dann ging es plötzlich doch, weil die Mitgliedsländer Gegenfonds einrichteten, aus denen die Schulden bei IWF und Weltbank bedient wurden.
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Rainer Falk
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Labels: Eurogruppe, Eurokrise, Griechenland





